Vom Risiko, nach innen zu schauen

Systemaufstellungen

In Systemaufstellungen geht es z.B. um das Familiensystem, in das wir hineingeboren wurden.
Dazu gehören nicht nur die Geschwister und die Eltern und Großeltern sondern manchmal auch Geschwister der Eltern, Großeltern etc. Später kommen evt. auch unsere eigenen Ehe- oder Lebenspartner und Kinder, Enkelkinder hinzu.
Aufgestellt werden können auch andere Themen wie z.B. Probleme in Beziehungen zu Freundinnen, Freunden, Kollegen, anderen Personen oder wiederholt auftretende gesundheitliche Symptome.

Es geht in diesen Aufstellungen darum zu schauen, wo in den Beziehungen zwischen den aufgestellten Personen der Kontakt unterbrochen zu sein scheint. Das zu sehen und zu spüren, kann sehr weh tun, auch wenn wir häufig schon lange wahrgenommen haben, daß "etwas nicht stimmt" und...es schafft Klarheit, räumt auf in uns.

Manchmal dauert es viele Jahre, bis wir uns entschließen, hinter das zu schauen, was nach außen erscheint...

In diesem Format begleite ich die Aufstellungen am liebsten in Gruppen ab mindestens
10 TeilnehmerInnen. Der Klient schildert mir dann sein Anliegen und wir entscheiden dann
nach einem kurzen Gespräch gemeinsam, welche Personen für sein Thema von StellvertreterInnen in der Aufstellung repräsentiert werden. Als Stellvertreter mit in die Aufstellung zu gehen, ist immer freiwillig.

In Einzelarbeit nutze ich sogenannte Bodenanker. Bodenanker sind z.B. Papiere, die mit Namen oder Begriffen beschriftet werden, oder kleine Figuren, die der Klient nach seinem Empfinden anordnet und aufstellt. 

Nach einer Aufstellung kann es mehrere Monate dauern, bis unsere Seele sich in die
neue Ausrichtung hineingefunden hat. Nach so einer längeren Zeit ist es möglich und evt. sinnvoll, nochmals auf das zu schauen, was sich jetzt zeigt (Zwiebelprinzip).

Nicht sinnvoll ist es, nach kurzer Zeit schon wieder eine Aufstellung machen zu wollen im Sinne von "mehr hilft viel". Überforderung ist hier unter Umständen sogar kontraproduktiv.